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Meldungen

A wie Autoreisen

Wenig Vertrauen ins Navi

Bonn (tdt) – Die meisten Autotouristen verlassen sich nicht nur auf ihr Navigationsgerät: 85 Prozent planen die Fahrstrecke im Voraus. Wenig Aufmerksamkeit schenken PKW-Urlauber dagegen ihren Reifen: Nur jeder dritte kontrolliert vor der Abreise das Profil. Und nur 37 Prozent – so geht aus einer repräsentativen Umfrage des Raststättenbetreibers Tank & Rast weiter hervor - vergewissern sich, ob sie genügend Warnwesten für alle Insassen dabei haben.

B wie Bahnreisen

Bahnfahren hebt Flirtlaune

Berlin (tdt) – Lange Bahnfahrten versetzen viele Reisende in Flirtlaune. Jeder zehnte überprüfe Mitreisende „auf ihr Dating-Potenzial“, schreibt die Deutsche Bahn (DB) nach der Befragung von 1000 Fahrgästen. Dabei schauten sich 13 Prozent der Männer und sieben Prozent der Frauen andere Bahnfahrer „dahingehend an, ob sie sich ein Date vorstellen können“. Zwar seien dabei die 16- bis 29-Jährigen mit 14 Prozent überdurchschnittlich aktiv. Doch auch elf Prozent der 30- bis 49-Jährigen beschäftigten mit solchen Gedanken.

C wie Camping

Grüne Wiese gefragt

Düsseldorf (tdt) – Urlaub auf der grünen Wiese ist in: Im ersten Halbjahr 2015 zählten die rund 2900 Campingplätze in Deutschland rund 9,5 Millionen Übernachtungen – das beste Halbjahresergebnis seit 1992. 87 Prozent gingen auf das Konto der Bundesbürger, danach folgten Camper aus den Niederlanden, der Schweiz und Belgien.

D wie Deutschland

Viele Bahnhöfe desolat

Berlin(tdt) - Von den kleinen Bahnhöfen in Deutschland ist „mehr als die Hälfte in einem unbefriedigenden Zustand.“ Darauf weist die Allianz pro Schiene hin. Aus Sicht der Reisenden sei „da sehr viel zu tun“, so Geschäftsführer Dirk Flege. Vor allem bei den privatisierten Immobilien – die Deutsche Bahn (DB) verkaufte in den vergangenen Jahren rund 2000 Empfangsgebäude – sei trotz anders lautender Versprechungen der Käufer „nichts passiert“. Jetzt müsse die DB damit leben, „dass sich auch verwahrloste Bahnhöfe, die ihr gar nicht mehr gehören, schlecht auf ihren Ruf auswirken.“

Insgesamt gibt es in Deutschland 5400 Bahnhöfe, 950 davon sind Eigentum der DB, die in diesem und nächsten Jahr 600 Stationen modernisieren will. In jeden Standort fließen im Schnitt mehr als 250 000 Euro.

E wie Einreisesteuer

Neuseeland bittet zur Kasse

Auckland (tdt) – Neuseeland bittet Flugreisende ab 2016 bei der Einreise zur Kasse: 21,57 Dollar werden fällig – umgerechnet 12,70 Euro. Wer mit einem Kreuzfahrtschiff kommt, zahlt 26,22 Dollar. Ausgenommen von der „Travel Tax“ sind Transitpassagiere und Kinder unter zwei Jahren. Das Land zählte 2014 rund 2,8 Millionen Touristen, knapp 80 000 waren Deutsche.

F wie Flugreisen

Lesen Zeitvertreib Nummer eins

Berlin (tdt) – Nur einer von 100 Flugreisenden nutzt die Zeit an Bord zum Arbeiten. Dagegen greifen 48 Prozent zu einem Buch, einer Zeitung oder Zeitschrift. Und 21 Prozent – so ergab eine Umfrage unter 1010 Passagieren weiter – vertreiben sich die Zeit mit digitalem Entertainment. Jeder zehnte schließlich wendet sich seinem Sitznachbarn zu - und hofft auf ein Schwätzchen.

G wie Gastgewerbe

Mitarbeiter-Sharing in der Schweiz

Chur (tdt) – Je nach geographischer Lage brauchen Hotels in der Schweiz im Sommer oder Winter mehr Personal. Deshalb erhalten in vielen Betrieben Mitarbeiter nur Saisonverträge, danach müssen sie sich einen anderen Job suchen. Neue Wege geht das Gastgewerbe in Graubünden und dem Tessin: Hoteliers teilen sich in Zukunft Kellner oder Köche.

Insgesamt machen bei dem jetzt initiierten Projekt 44 Betriebe mit, darunter erste Adressen wie das Badrutt’s Palace in St. Moritz oder das Eden Roc in Ascona. Wie viele Bedienstete beim Mitarbeiter-Sharing mitmachen, ist noch offen: Eine Umfrage unter 150 Arbeitskräften ergab jedoch, dass sich 79 Prozent vorstellen können, mindestens bei zwei Unternehmen zu arbeiten. In den Bergen Graubündens hat die Hotellerie ihren höchsten Personalbedarf im Winter, im südlichen Tessin dagegen im Sommer.

H wie Hotels

Übernachten bei Karl Lagerfeld

Hamburg (tdt) – Karl Lagerfeld geht unter die Hoteliers: 2017 will der Stardesigner in der chinesischen Glückspiel-Hochburg Macau eine eigene Luxusherberge eröffnen - mit 220 Betten, Wellness-Bereich, Bar und mehreren Restaurants. Es soll nicht bei einem Haus der Marke „Karl Lagerfeld“ bleiben, weitere Hotels sollen ab 2018 folgen. Auch eigene Restaurants will der 82-Jährige Modeschöpfer in Zukunft unter seinem Namen betreiben. Als Hotelier folgt der Modezar Kollegen: Mittlerweile gibt es auch Hotels der Marken Armani, Bulgari und Cerruti.

I wie Internet

Wo es Gäste am besten haben

Düsseldorf (tdt) – Deutschland ist in Sachen Internet im Hotel ein Entwicklungsland. Gerade 57,6 Prozent der Herbergsbetriebe offerieren ihren Gästen einen Zugang ins Netz via Wifi oder per Kabel. Damit liegt die Bundesrepublik – wie eine vom Portal Trivago durchgeführte Analyse von 900 000 Hotels in 35 Ländern zeigt – auf Rang 29. Spitzenreiter sind die USA (88,5 Prozent), Kanada (87,4), Neuseeland (84,0), Israel (83,5) und die Niederlande (82,0), Schlusslichter Zypern (48,4), Spanien (52,5), Griechenland (52,6), Österreich (53,8) und Portugal (54,5).

J wie Jurisdiktion

Reiseveranstalter haftet für Magen-Darm-Krankheit

Köln (tdt) – Holen sich Pauschalurlauber beim Baden im Meer aufgrund einer defekten Kläranlage eine Magen-Darm-Krankheit, haftet der Reiseveranstalter für die Folgen. Touristen steht dann nicht nur ein Schmerzensgeld zu, das Unternehmen muss auch die wertlos gewordenen Urlaubstage erstatten. Dies zeigt ein Urteil (Aktenzeichen 2 O 56/15) des Landgerichts Köln.

Es verwarf dabei die Argumentation des Reiseveranstalters, der vor Gericht erwiderte, nicht für defekte Kläranlage des Ferienortes verantwortlich zu sein. Die Richter sahen dies anders. Weil der Umstand in der Region bekannt war, hätte das Unternehmen seine Kunden rechtzeitig in einem anderen Hotel unterbringen müssen. Sie sprachen jedem Mitglied der vierköpfigen Familie ein Schmerzensgeld in Höhe von 500 Euro zu.

K wie Kultur

Griechenland treibt Eintrittspreise für antike Stätten

Athen (tdt) – Griechenland bittet kulturell interessierte Touristen landesweit stärker zur Kasse: Die Eintrittspreise für die archäologischen Attraktionen steigen 2016 in der Hochsaison bis zu 430 Prozent. Wer beispielsweise in Athen ein Sammelticket für die Akropolis und sechs weitere Sehenswürdigkeiten erwirbt, zahlt dann 52 Euro – statt wie bisher zwölf Euro. Das Einzelticket für den weltberühmten Burgberg verteuert sich um acht auf 20 Euro.

Während der Nebensaison – November bis März - zahlen Besucher der antiken Stätten allerdings nur die Hälfte. Das Land will mit Tickets und Museumsshop-Verkäufen in Zukunft pro Jahr bis zu 130 Millionen einzunehmen. Zuletzt lag das Volumen bei 75 Millionen Euro.

L wie Luftverkehr

Europäische Strategie fehlt

Brüssel - Ohne eine gemeinsame Luftverkehrspolitik droht den Airlines der EU der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit. Das zumindest befürchtet der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA). Andere Regionen würden „nicht darauf warten, bis Europa seine Probleme gelöst hat“, so EWSA-Berichterstatter Jacek Krawczyk. Deshalb müsse die EU-Kommission endlich „aufwachen und an einer gemeinsamen Luftverkehrsstrategie arbeiten“. Dies sei „essenziell, um im Wettbewerb mit Asien, der Golfregion oder den USA bestehen zu können“. Die EWSA ist Nebenorgan der EU und dient als beratende Institution.

M wie Mitbringsel

Die unbeliebtesten Souvenirs

Frankfurt am Main – Nicht alle Mitbringsel aus dem Urlaub bereiten dem Beschenkten auch Freude. Staubfänger wie Geschirr oder Figuren gefallen – wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Dienstleisters American Express zeigt – 67 Prozent überhaupt nicht. Auch Miniaturen von Sehenswürdigkeiten oder Kühlschrankmagnete, wie fast überall in den Urlauber-Hochburgen angeboten, stoßen bei 59 Prozent der Befragten auf Ablehnung. Besonders gefragt hingegen Mitbringsel, die den Gaumen erfreuen: Darüber freuen sich 67 Prozent.

N wie Naturkatastrophen

Höhere Gewalt: Mehr Rechte für Urlauber

Brüssel (tdt) – Die EU stellt Urlauber im Falle höherer Gewalt in Zukunft besser. Teilen sich bis jetzt Unternehmen und Kunde nach einem solchen Ereignis – meist unvorhersehbare Naturkatastrophen wie etwa Waldbrände, Hurrikans oder Überschwemmungen - die zusätzlichen Kosten für einen zwangsweise erzwungenen längeren Aufenthalt, müssen die Reiseanbieter in Zukunft bis zu fünf Übernachtungen zum Preis von bis zu 125 Euro übernehmen.

Der Deutsche Reiseverband (DRV) erwartet nun einen Preissprung auf dem Reisemarkt. Weil es gegen solche Risiken keine Versicherung gibt, habe die jetzt verabschiedete Neufassung der Pauschalreiserichtlinie einen „direkten Effekt auf die Preiskalkulation“ zur Folge. Der für die Tourismusindustrie zuletzt teuerste Fall von höherer Gewalt war die Aschewolke im April 2010. Deutschlands Reiseveranstalter verloren damals 110 Millionen Euro und ihre Kunden 100 Millionen Euro.

O wie Omnibus

Rom: Hohe Einfahrtsgebühr für Busse

Rom (tdt) – Rom will 2016 zum Heiligen Jahr Busse bremsen. Die Stadtverwaltung will dann eine Einfahrtsgebühr in Höhe von bis zu 1000 Euro nehmen. Das sei ein „nicht zu akzeptierender Plan“, sagt Wolfgang Steinbrück, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer (BDO). Den Lobbyisten erinnert der „Wegezoll eher an das Mittelalter“ als an das Heilige Jahr, das als „Jubiläum der Barmherzigkeit“ begangenen wird. Es beginnt am 8. Dezember 2015 und endet am 20. November 2016.

Busse seien nicht Teil des Verkehrsproblems der italienischen Hauptstadt, sondern die Lösung, so Steinbrück. Touristen wollten direkt an ihr Reiseziel, was Busse erledigen. Die Frage sei, „ob die Römer lieber 30 Autos in der Stadt haben wollen oder einen Bus.“

P wie Politik

Reiseveranstalter kritisiert türkische Regierung

Belek (tdt) – Türkei-Pionier Vural Öger kritisiert die türkische Regierung. Deren Politik bewege sich noch in den Denkkategorien der siebziger und achtziger Jahre. Auch verfügten die Regierenden des Landes über zu wenig Niveau. „Wer wirklich gute Leistungen bringt, geht nicht nach Ankara in die Politik“, so der Reiseveranstalter. Die Politiker dort seien „Menschen, die als Unternehmer versagen würden.“

Q wie Quellmärkte

Reiseziel Deutschland: Beliebte Provinz

Frankfurt Main (tdt) – Touristen aus dem Ausland schätzen Deutschlands Provinz: 2014 stieg die Zahl der Ausländerübernachtungen in Gemeinden mit weniger als 10 000 Einwohnern auf 16,3 Millionen – im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 34 Prozent. Besonders gefragt war der Süden der Bundesrepublik: 72 Prozent der internationalen Übernachtungen konzentrierten sich auf Bayern (4,3 Millionen), Rheinland-Pfalz (3,9 Millionen) und Baden-Württemberg (3,4 Millionen).

Wichtigster Quellmarkt waren die Niederlande (5,2 Millionen), gefolgt von der Schweiz mit zwei Millionen Übernachtungen sowie Belgien und Dänemark mit jeweils einer Million Übernachtungen.

R wie Reiseindustrie

Steuerstreit: „Fünf vor zwölf“

Berlin (tdt) – Im Steuerstreit der Reiseindustrie mit dem Fiskus verschließen „große Teile von Politik und Verwaltung die Augen vor der Realität“. Dies zumindest sagt Michael Frenzel, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW). „Sie versuchen sich unter Hinweis auf laufende Gerichtsverfahren ihrer Verantwortung zu entziehen“, so der Cheflobbyist seiner Branche. Es sei „fünf vor zwölf“. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen könnten nicht auf höchstrichterliche Urteile in ein paar Jahren warten.

Bei der Auseinandersetzung geht es im Kern um die Frage, ob auf die weltweit für Reisepakete eingekauften Hotelübernachtungen Gewerbesteuer anfällt, wie sie seit nunmehr sieben Jahre für angemietete Objekte gilt. Das bestreitet die Reiseindustrie und spricht von „Übermaßbesteuerung“, die unzulässig sei.

Die Lage ist auch deshalb für viele Reiseanbieter so bedrohlich, weil die wenigsten von ihnen Vorsorge gegen die drohenden Nachzahlungen getroffen haben - rückwirkend seit 2008 bundesweit rund 1,6 Milliarden Euro ohne Zinsen. Insgesamt organisieren Deutschlands Reiseveranstalter pro Jahr rund 40 Millionen Verbrauchern die Ferien und setzten damit mehr als 26 Milliarden Euro pro Jahr um.

S wie Seereisen

Ökobilanz verbessert sich

Hamburg (tdt) – Cruiser kreuzen grüner – aber nicht alle. Während Kreuzfahrt-Anbieter wie Aida oder Costa Crociere versuchen, mit ihren neuen Schiffen das Abgasproblem in den Griff zu bekommen, zeigen andere Marktgrößen wie Royal Caribbean und MSC eine „fortdauernde Verweigerungshaltung“, heißt es in einem Papier des Naturschutzbundes Deutschland (NABU). „Die Branche befindet sich am Scheideweg“, so Geschäftsführer Leif Miller. „Die Spreu trennt sich vom Weizen.“

Reedereien, die nicht in Abgastechnik und höherwertigem Kraftstoff investieren, handelten absolut fahrlässig. Es könne nicht sein, dass weite Teile der Industrie ein gutes Geschäft auf Kosten von Umwelt, Klima und menschlicher Gesundheit machen, sich aber „wegducken, wenn es um die Übernahme von Verantwortung geht“, so der Experte weiter. Zuvor hatte NABU die Umwelttechnik von 28 Schiffen der größten Reedereien, die zwischen 2015 und 2022 vom Stapel laufen, auf den Prüfstand gestellt.

T wie Trinkgeld

Zehn Prozent haben sich „überlebt“

Hamburg (tdt) – Die Deutschen knausern zunehmend beim Trinkgeld. Die alte Faustregel „zehn Prozent vom Rechnungsbetrag“ habe sich „hierzulande überlebt“, schreibt die Stiftung für Zukunftsfragen nach 2000 persönlichen Interviews mit Personen ab 14 Jahren. Nur noch jeder vierte Bundesbürger halte ein Zehntel für angemessen. Deutlich mehr erachteten fünf Prozent oder weniger für ausreichend. Im Schnitt halten die Deutschen für ein Abendessen zum Preis von 50 Euro ein Trinkgeld in Höhe von 3,40 Euro für richtig.

U wie Urlaub

Berge oder Meer

Hamburg (tdt) – Die Berge sind bei Europas Touristen weniger gefragt als gedacht: Die meisten zieht es ans Meer. Das zeigt eine Umfrage unter 7338 Europäern aus fünf Ländern. Die größten Berg-Fans sind die Briten: 16 Prozent verbringen dort ihre Ferien, es folgen die Deutschen und Franzosen mit jeweils zwölf Prozent vor den Spaniern (9), Portugiesen (8) und Italienern (7). Die Begeisterung für Urlaub am Meer ist unter den Bundesbürgern am größten: 69 Prozent zieht es an die See.

V wie Versicherungen

Kauf im Reisebüro weiter möglich

Berlin (tdt) – Urlauber bekommen im Ferienhandel weiter Reiseversicherungen. Dieses kundenfreundliche Serviceangebot war lange in Gefahr: Die EU-Kommission wollte mit der Neufassung einer Richtlinie Reiseberater mit professionellen Versicherungsmaklern gleichstellen, falls sie solche Extras vertreiben. Auch hätte es einer besonderen Qualifizierung, einer Anmeldung ihrer Vermittlertätigkeit und einer Berufshaftpflicht bedurft.

Doch damit wäre das Versicherungsgeschäft für Reisebüros unrentabel geworden, sie liefen Sturm. Jetzt gibt der Deutsche Reiseverband (DRV) Entwarnung: Sowohl EU-Parlament als auch der Rat seien inzwischen zur Überzeugung gelangt, in ihrer Versicherungsvermittlerrichtlinie Reiseversicherungen „weitestgehend auszuklammern“, so DRV-Präsident Norbert Fiebig.

Allerdings herrscht noch Uneinigkeit zwischen beiden politischen Gremien, aber welcher Summe der Verkauf von Policen reguliert werden soll. Der Rat spricht sich für einen Schwellenwert von 400 Euro pro Leistung aus, während das Parlament pro Jahr eine Versicherungssumme von 600 Euro pro rata temporis sieht – also 1,64 pro Tag.

Insgesamt verkaufen rund 6000 der knapp 10 000 deutschen Reisebüros regelmäßig auch Reiseversicherungen. Damit erzielen die Agenturen, die pro Police zwischen 20 und 30 Prozent Provision einstreichen, Einnahmen in Höhe von jährlich fast 500 Millionen Euro.

W wie Warteschlangen

Wo viel Geduld gefragt ist

Berlin (tdt) – Urlauber brauchen beim Besuch von Top-Attraktionen weltweit viel Geduld. Vor dem London Eye, dem Amsterdamer Anne-Frank-Haus und dem Dogenpalast in Venedig stehen sie beispielsweise im Schnitt jeweils 2,5 Stunden in der Schlange. Und immerhin jeweils zwei Stunden gehen auch bei Ausflügen zu vier Attraktionen in und bei Paris – Eiffelturm, Katakomben, Notre-Dame, Schloss Versailles – drauf. Genauso lang sind die durchschnittlichen Wartezeiten in Rom für Besucher der Sixtinischen Kapelle, der Vatikanischen Museen und des Kolosseums.

1,5 Stunden – so zeigt eine Übersicht des Portals Get Your Guide weiter - steht man sich schließlich die Beine beim Besuch folgender zwölf Sehenswürdigkeiten in den Leib: Pergamonmuseum und Fernsehturm in Berlin, Schloss Neuschwanstein in Bayern, Hagia Sophia in Istanbul, Burj Khalifa in Dubai, Freiheitsstatue und Empire State Building in New York, Van Gogh Museum in Amsterdam, Casa Batllo und Sagrada Familia in Barcelona, Petersdom in Rom sowie dem Tower von London.

X wie XXL

Mega-Airports und ihre Folgen

London (tdt) – Umweltschützer warnen vor der zunehmenden Zahl von Mega-Airports. Nachdem in den 1990er Jahren vor allem in Europa und den USA die Entwicklung sogenannter Aerotropolen um sich griff, gibt es jetzt zunehmend solche Pläne für Afrika und Asien.

„Diese flughafenzentrierten Entwicklungsvorhaben zerstören Agrarflächen und Wälder“, so Rose Bridger vom im März 2015 gegründeten Global Anti-Aerotropolis Movement (GAAM). Es entstünden „wirtschaftliche Enklaven, die das Wachstum der Konzerne fördern und lokale Gemeinschaften ausschließen“. Ihnen drohe die Vertreibung. Außerdem bedeute Abholzung immer unwiederbringlich ein Verlust an biologischer Vielfalt.

Besonders negative Beispiele sind laut GAAM der neue Flughafen von Addis Abeba, der 144 Quadratkilometer Fläche verbraucht, oder der – auf 110 Quadratkilometer ausgelegte - Kilimandscharo International Airport in Tansania, der mehr als 10 000 Maasai vertreibt, die dort als Viehhalter leben.

Ebenso wurden im indischen Bhogapuram unter Protest der Bewohner von 16 Dörfern 60 Quadratkilometer für eine neuen Airport veranschlagt - und auch in Nijgadh in Nepal kommt es zu Auseinandersetzungen mit der Bevölkerung, weil Wald auf 80 Quadratkilometer Fläche für einen zweiten Flughafen bei Kathmandu abgeholzt wurde.

Die - in London ansässige - Organisation weist auch darauf hin, dass die riesigen Airport-Citys oftmals „Steuererleichterungen und andere Anreize“ bekommen. Schon der vom Staat zur Verfügung gestellte Boden stelle eine Subvention dar. Zudem zementierten die Megaprojekte die Abhängigkeit vom Flugverkehr – „bei zunehmendem Verbrauch fossiler Brennstoffe und der sich verschärfenden Klimakrise.“

Y wie Yoga

Übungen im Flugzeug

Frankfurt am Main (tdt) – Yoga erobert nun sogar Flugzeugkabinen. Passagieren der zur Allianz Skyteam um Air France, Delta Airlines und KLM gehörenden 20 Airlines werden über die App des Verbundes Übungen nahe gebracht, die sich auch an Bord der Jets praktizieren lassen – egal welche Kleidung man anhat. Es seien „ganz einfache Übungen, bei denen andere Fluggäste nicht gestört werden“, kommentiert Skyteam-Managerin Fatima da Gloria. Das Yoga-Programm sei ein „weiterer Beitrag zu einem nahtlosen und angenehmen Reiseerlebnis.“

Z wie Ziele

Die friedlichsten Länder der Welt

Sydney (tdt) – Die friedlichsten Länder der Welt sind auch schöne Reiseziele. Das zeigt der – an der Universität Sydney erstellte – Weltfriedensindex, dem 23 Indikatoren zugrunde liegen. Das Ranking führt Island an, gefolgt von Dänemark, Österreich, Neuseeland und der Schweiz. Zu den Top Ten gehören zudem Finnland, Kanada, Japan, Australien und Tschechien, Deutschland liegt auf Rang 16. Die friedlichste geographische Region ist Europa. Schlusslichter unter den 162 bewerteten Staaten sind Syrien, Irak, Afghanistan, Südsudan und die Zentralafrikanische Republik.

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