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Vorsicht Sprachfallen!

Und wie man sie umgeht / Slippers, Sneakers, Slacks

Frankfurt am Main (tdt) - Verständigen sich Reisende im Ausland, sind sie meist auf ihr Englisch angewiesen. Doch Vorsicht: Zahlreiche Fallen warten auf jene, die nicht so geübt sind im Umgang mit der internationalen Touristensprache.

Wer unterwegs beispielsweise ein Bedürfnis verspürt, fragt besser nicht nach der „toilet“, sondern nach dem „washroom“ oder „restroom“. Nach dem „powder room“ wiederum erkundigt sich nur das weibliche Geschlecht.

Viel Verwirrung stiftet oft auch die Kleiderfrage. „Formal“ heißt, dass Herren ein Jackett tragen und sich einen Schlips umbinden, bei „Semi formal“ kann der Binder im Schrank bleiben - die Jeans aber auch. Das gute Stück ist ebenso nicht gefragt, wenn „Smart casual“ angesagt ist, zu leger sind in diesem Fall auch Hemden ohne Ärmel, T-Shirts, kurze Hosen oder „Slippers“ - Badelatschen. „Casual“ schließlich bedeutet, man geht wie man will, doch nicht in Latschen oder ärmellosen Hemden.

Heisst es „No denims“, sind Jeans ausdrücklich nicht gesellschaftsfähig – dann ist der blaue Stoff sozusagen ein rotes Tuch. Wer in „Sneakers“ oder Turnschuhen kommt, ist vielerorts ebenso wenig gerne gesehen wie Damen in Hosen – „Slacks“.

Zu Missverständnissen kommt es immer wieder auch, wenn auf der Einladung zu einer Abendgesellschaft „Black Tie“ steht. Denn wer dann zu der Veranstaltung im Straßenanzug mit schwarzer Fliege auftaucht, ist schlicht deplatziert: Ein „Tuxedo“ war gemeint - Smoking.

Auch an so mancher Tafel zieht unvermutet Heiterkeit auf, wenn der Gast aus Deutschland versehentlich ins Fettnäpfchen tritt. Wer sein Steak roh möchte, sagt nicht „english“, sondern „rare“. Soll es durch sein, heißt es „well done“, zart rosa ist „medium“ Und das „Entree“ ist nicht die Vorspeise („Starter“), sondern das Hauptgericht.

Wer sich hernach noch zu einem Drink in der Bar verabredet, sucht besser erst einmal nach der „Lounge“, wobei Hochprozentiges dort „spirits“ sind. Der „G + T“ - Gin and Tonic - gehört dazu natürlich genauso wie ein Glas Wodka and Tonic - kurz „VAT“. Doch was nur wenige wissen: „VAT“ ist eben auch die „Value Added Tax“ - die Mehrwertsteuer.

Selbst in der Privatsphäre des Zimmers lauern noch Tücken:
Wer beispielsweise in seinem Fernsehgerät „X-rated movies“ einstellt, sollte abwarten, bis die Kinder schlafen. Im Übrigen liegt man - vor allem in USA - wie man sich vorher bettet: Ein „Twin“ ist eigentlich ein „Single“, ein „Full“ dagegen ein „Double“. Die Bettengröße „Queen“ ist etwas für Genießer, noch größer ist „King Size“ - 78 mal 80 Inches, umgerechnet rund zwei mal zwei Meter.

Doch egal wie groß das Bett auch ausfällt: Bevor es gebucht wird, ist es ratsam, nach der Lage des Hauses zu fragen. Denn liegt es “in heart of old city“, sind Elendsviertel („Slums“) oft nicht weit, und „historic“ ist vielerorts lediglich die die Umschreibung dafür, dass die Gegend heruntergekommen ist. Vorsicht auch bei „Old World Charm“: Solche Häuser sind verwohnt - für Renovierung fehlt das Geld.

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