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Story der Woche

Reisen wie James Bond

Drehorte sind beliebte Urlaubsziele / Was 007 in London schätzt

TirolWerbung_james-bond-daniel-craigLondon (tdt) - Ab November geht James Bond wieder auf Verbrecherjagd: „Spectre“ ist sein 24. Film. Und natürlich gibt es Action pur, rassige Frauen und schnelle Autos: Der Mix für einen James-Bond-Films ist seit Beginn der Serie immer der gleiche. Und noch immer führt die schweißtreibende Agenten-Arbeit stets auch an Orte, die Urlauber besonders schätzen.

Vor knapp einem Jahr war es wieder so weit: Am 8. Dezember 2014 begannen die Dreharbeiten für „Spectre“ – die acht Monate dauerten. Drehorte diesmal: London, Rom, Mexiko-Stadt sowie Tanger, Oujda und Erfoud in Marokko – aber auch Sölden, Altausee und Obertilliach in Österreich.

Wer alle Drehorte der 61 Jahre alten Serie abreisen will, braucht viel Zeit – und muss sich auf fünf Kontinenten umtun. Besonders gerne nutzten die Regisseure ehemalige Kolonien des britischen Empire: Darunter Indiens märchenhafte Paläste in Udaipur, die Pyramiden von Ägypten, die engen Gassen von Hong Kong - oder auch Jamaika, wo Ursula Andress einst am Strand von Ocho Rios aus den Fluten stieg und Sean Connery den Kopf verdrehte.

Die Karibikinsel nimmt einen besonderen Stellenwert für die Serie und ihren geistigen Schöpfer ein. Ian Flemings Anwesen Golden Eye bei Oracabessa ist heute Hotel und Touristenattraktion – und war der Ort, an dem der Schriftsteller fast alle seine Romane verfasste. Im Gegensatz zu dem Autoren, der die Abenteuer nahezu ausschließlich dort verortete, wo er selber schon einmal gewesen war, setzten die Produzenten der Filme auf den Zauber der Exotik, die sich dabei nicht nur auf Traumstrände oder den fernen Osten beschränkte.

Korfu war ebenso bereits Schauplatz wie Amsterdam, Bilbao, Kuba, Island, Venedig, die schottischen Highlands oder die amerikanische Südstaatenmetropole New Orleans. Unterwasserszenen werden regelmäßig in den klaren Fluten vor den Bahamas gedreht – und für den fiktiven Stadtstaat Isthmus City verschlug es die Crew ins mexikanische Cancún.

So spannend Städte wie Rio de Janeiro, Istanbul, New York, Wien oder Berlin als Location auch sind – am häufigsten surrten die Kameras in London, wie es sich für einen Agenten Ihrer Majestät gehört. Ob Besuche beim Premierminister in der Downing Street, beim Auktionshaus Sotheby´s, im Hauptquartier des MI6 oder bei rasanten Verfolgungsjagden auf der Themse – die britische Metropole war oft Ausgangspunkt der Hatz über Kontinente und Schauplatz halsbrecherischer Stunts.

Für diese wählten die Produzenten gerne weltbekannte Attraktionen. So springen und fallen James Bond und seine Gegner vom Eiffelturm, einer Staumauer im schweizerischen Ticino, einem der Meteora-Klöster in Griechenland oder von der Golden Gate Bridge in San Francisco – wobei letzteres nur im Studio gedreht werden durfte, da die lokalen Behörden Nachahmer fürchteten.

Somit setzt die Realität auch dem bekanntesten Spion der Welt Grenzen – weswegen oftmals andere Destinationen das Double für Schauplätze spielen mussten. Verschlug es den Agenten laut Filmhandlung nach Afghanistan, fiel die Klappe in der marokkanischen Filmstadt Ourzazate, das spanische Cadíz musste als Havanna herhalten, und die englische Provinz rund um Hampshire für die innerkoreanische und stark bewachte Grenze entlang des 38. Breitengrades.

Manchmal aber gibt es auch ganz profane Gründe dafür, dass ein Land nicht als Kulisse dienen kann. So erteilte das indische Verkehrsministerium den Produzenten des vorletzten Abenteuers „Skyfall“ keine Dreherlaubnis für einen aufwändigen Zug-Stunt auf der Strecke zwischen Goa und Ahmedabad. Also strichen die Produzenten den Subkontinent aus dem Film und wählten Südafrika als Kulisse – neben weiteren Orten wie Istanbul, Shanghai und natürlich London.

Dort steht nun ein touristischer Bond-Boom bevor – auch weil sich Drehorte wie Blenheim Palace (www.blenheimpalace.com) und die Pinewood Studios (www.pinewoodgroup.com) besichtigen lassen. Besonders in sind in den kommenden Wochen auch Bus-Touren auf Bonds Spuren (www.britmovietours.com), Schnellboot-Fahren (www.londonribvoyages.com) auf der Themse - und die „Bond in Motion“-Ausstellung (www.lonbdonfilmmuseum.com) mit der weltweit größten Ansammlung von James-Bond-Fahrzeugen.

Sicher gefragt auch die Parfumerie Floris (www.florislondon.com), deren Duftwasser „No. 89“ in zahlreichen Bond-Filmen wie „007 jagt Dr. No“, „Moonraker – streng geheim“ oder „Diamantenfieber“ („He would have to send a cable to May to get things fixed. Let’s see – flowers, bath essence from Floris”) Karriere machte.

Selbstverständlich viel zu tun hat auch der Herrenausstatter Turnbull & Asser (www.turnbullandasser.com), bei dem Bond seit 1962 einkauft – und auf dessen Kundenliste Namen wie Winston Churchill, Charlie Chaplin, Ronald Reagan, George W. Bush, Pablo Picasso oder John Kerry stehen. Und natürlich nehmen Bond-Fans den Martini nur an einer Stelle: In St. James’s an der Bar des Dukes Hotel (www.dukeshotel.com), die einst Ian Fleming zum berühmtesten Satz aller Bond-Filme anregte: „Shaken, not stirred.“

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